Dateiaustausch mit dem iPad

Der Dateiaustausch lässt sich bei einem iPad auf unterschiedliche Art und Weise realisieren. Die für die schulische Verwendung am besten geeigneten Wege sollen hier kurz vorgestellt werden.

Schulserver

Viele Schulen nutzen einen Schulserver für ihre IT-Administration. In Niedersachsen ist beispielsweise IServ recht weit verbreitet. Die meisten dieser Server unterstützen für den Dateiaustausch den WebDAV-Standard. WebDAV (Web-based Distributed Authoring and Versioning) ist ein offener Standard zur Bereitstellung von Dateien im Internet. Dabei können Benutzer auf ihre Daten wie auf eine Online-Festplatte zugreifen (Quelle: Wikipedia).

Viele iPad-Apps unterstützen WebDAV, um Dateien auf einen Server zu kopieren und damit zu sichern. Eine Anleitung für diesen Vorgang (am Beispiel von Keynote) findet sich hier. Ein Video-Tutorial steht hier zur Verfügung.

Einige Apps können das Dateimanagement im Zusammenspiel mit einem WebDAV-Server erleichtern. Das bekannteste Programm mit sehr weitreichender Funktionalität ist der GoodReader.

E-Mail

Ein besonders einfacher Weg zum Dateiaustausch, der von nahezu allen Apps unterstützt wird, ist das Versenden einer Datei per Mail. Damit diese Funktion genutzt werden kann, ist es notwendig, dass auf dem iPad ein Mail-Konto eingerichtet wird. Eine Anleitung dafür findet man hier. Informationen zur Nutzung von Mails per IServ stehen hier zur Verfügung.

Cloud-Dienste

Von vielen Apps werden zunehmend Cloud-Dienste zur Dateisicherung und zum Dateiaustausch unterstützt. Hervorzuheben sind die iCloud von Apple, Dropbox, Evernote und Google Drive.

iCloud ist vor allem bei den Apple-eigenen Apps wie Pages, Keynote oder Numbers anzutreffen. Andere Dienste wie Dropbox und Evernote bieten eigene Apps, mit denen Dokumente in der Cloud abgelegt und verwaltet werden können. Sofern eine App keine direkte Unterstützung für diese Dienste bietet, kann die Dateiübertragung auch per Mail erfolgen. Bei Evernote kommt diese Funktion direkt vom Anbieter, bei Dropbox übernimmt das ein Zusatzdienst. Eine Besonderheit stellt Google Drive dar, da es neben einem Online-Speicher auch eine komplette Office-Suite im Web anbietet.

Unsere App-Grundausstattung

Unsere iPads haben vorerst eine Software-Grundausstattung.

Quelle: apple.com

Neben den vorinstallierten Apps von Apple wurden u.a. die Textverarbeitung Pages, das Präsentationsprogramm Keynote, die Tabellenkalkulation Numbers und das Musikprogramm Garage Band aufgespielt. Alle Apps wurden über den Apple-eigenen App-Store installiert.

Eine komplette Liste der zusätzlich installierten Apps kann man sich hier anzeigen lassen.

Weitere Apps, darunter auch fachspezifische, sollen demnächst noch folgen. Vorschläge sind willkommen.

Besuch der Kaiserin-Augusta-Schule in Köln

Die Kaiserin-Augusta-Schule, ein städtisches Gymnasium in Köln, setzt seit Februar 2011 iPads im Unterricht ein und dokumentiert das Projekt auf wirklich vorbildliche und beeindruckende Weise in einem Blog.

Der erste Kontakt zu den Kollegen aus Köln ergab sich auf dem EduCamp in Bremen. Dort berichtete André Spang (@Tastenspieler), einer der Initiatoren des Projekts, im Rahmen einer viel beachteten Skype-Video-Konferenz über die ersten Erfahrungen mit den iPads.

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Schnell war die Idee geboren, sich direkt vor Ort zu informieren, ob und wie sich die iPads in der Praxis bewähren. Manche Dinge erschließen sich eben nur dann, wenn man sie auch einmal live gesehen hat. Die notwendigen Abstimmungen erfolgten per Twitter und Mail.

Am 29.6. brach dann eine vierköpfige “Delegation” aus Niedersachsen, bestehend aus einem Elternvertreter und zwei Lehrkräften der IGS Volkmarode sowie einem medienpädagogischen Berater aus Hannover, nach Köln auf.

Trotz Schuljahresendstress hatten es die Kollegen aus Köln möglich gemacht, dass wir drei Stunden im Unterricht hospitieren und dabei die iPads live im Einsatz erleben durften. Zunächst begleiteten wir Roman Deeken (@440_Hz) in eine elften Klasse, die mithilfe der App Numbers statistischen Aufgabestellungen zu bearbeiten hatte. Im Anschluss ging es dann mit dem Kollegen Spang in eine fünfte Klasse, die mit viel Enthusiasmus Musik mit der App Garage Band machte.

Zum Abschluss war noch Zeit für ein Gespräch mit dem Kollegen Spang, der viele Fragen zu organisatorischen, technischen, unterrichtlichen und finanziellen Aspekten des iPad-Einsatzes beantwortete.

Insgesamt war der Besuch in Köln hochgradig interessant und gewinnbringend für unser eigenes iPad-Projekt. An dieser Stelle noch einmal ein ganz herzlicher Dank an die Kollegen André Spang und Roman Deeken!