Gesamtkonferenz stimmt für iPad-Projekt

Die Gesamtkonferenz der IGS Volkmarode hat am 9.6.2011 beschlossen, dass mit Beginn des Schuljahres 2011/12 im Rahmen eines Modell-Projekts iPads im Unterricht der Schule zum Einsatz kommen.

Der Beschlusstext wird hier im Wortlaut dokumentiert:

1. Die IGS Volkmarode führt in Zusammenarbeit mit der Stadt Braunschweig ein Modell-Projekt zur Erprobung von Tablet-Computern im Unterricht durch. Zu diesem Zweck beschafft die Stadt als Schulträger 2 x 16 Geräte und geeignete Rollkoffer für den Transport und die Aufbewahrung. Ziel des Projekts ist es, durch den Einsatz von mobilen Tablet-Computern zum einen neue Wege zum selbstgesteuerten Lernen zu eröffnen, zum anderen die Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern zu erhöhen. Für die Evaluation des Projektes wird eine Zusammenarbeit mit der TU Braunschweig angestrebt. 2. Es wird eine Arbeitsgruppe einberufen, die folgende Aufgaben erhält:
a) das Modellprojekt vorzubereiten und die Umsetzung zu koordinieren;
b) ein Medienkonzept für die Schule zu erarbeiten.

Begründung:

Bei diesem Projekt geht es nicht in erster Linie um Technik, sondern um neue Formen des Lernens und eine Öffnung des Unterrichts. Die Schülerinnen und Schüler sollen den Tablet-Computer als Lernwerkzeug zum individuellen Lernen nutzen. Die Voraussetzungen für die Durchführung eines derartigen Modell-Projekts an der IGS Volkmarode sind günstig. Im Zuge der bevorstehenden Sanierung des Schulgebäudes wird die Stadt Braunschweig ein (nahezu) flächendeckendes Funknetzwerk installieren. Zudem steht mit IServ ein geschützter und sicherer Internet-Zugang zur Verfügung, der bei Bedarf auch deaktiviert werden kann. Die Schüler können Daten auf IServ speichern und dann zu Hause oder an einem anderen Ort abrufen und weiterbearbeiten. Jeder Schüler hat eine eigene E-Mail-Adresse.
Ziele des Projekts sind:

  • SchülerInnen auf die Anforderungen des lebenslangen Lernens vorzubereiten.
  • SchülerInnen ein individuelles und ortsunabhängiges Lernen zu ermöglichen; ihnen die Gelegenheit zu selbstorganisiertem, eigenverantwortlichem und zukunftsorientiertem Arbeiten zu geben.
  • SchülerInnen den individuellen, verantwortungsvollen und reflexiven Umgang mit neuen Technologien zu ermöglichen.

Bezogen auf diese Ziele, eignen sich – aus gegenwärtiger Sicht – Tablet-Computer als Arbeitswerkzeuge und mediale Hilfsmittel besonders gut; und zwar in Bezug auf:

  • die Entwicklung von Medienkompetenz, denn es werden fächerübergreifende Problemlösungskompetenzen sowie der systematische und zugleich individuelle Umgang mit Informationen gefördert;
  • die Entwicklung von Methodenkompetenz, weil unterschiedliche Formen der Recherche, Bewertung und Präsentation von Informationen einfach und flexibel zu realisieren sind; dabei können Lernprozesse neu strukturiert, unterschiedliche Lernwege ausprobiert und Lernergebnisse einfach präsentiert werden;
  • die Entwicklung von Lernkompetenz; die Selbstorganisation und Eigenverantwortung beim Lernen wird durch individuell mögliche Anpassung von Lern- und Arbeitsumgebungen, Programmen und Wissensstrukturen vereinfacht, sodass sich neue Lösungs- und Lernstrategien ausbilden können;
  • die Verbesserung weiterer Kompetenzen; der kritisch-reflexive Umgang mit der Technologie und den Medieninhalten erhöht mittelfristig auch die fachliche, kommunikative, kognitive oder auch die interkulturelle Kompetenz.

Daher ist es ein Ziel, Tablet-Computer nicht nur projektbezogen einzusetzen, sondern als selbstverständliches Medium in den Schulalltag zu integrieren. Der regelmäßige und systematische Einbezug von Tablet-Computern als individuelles Lernwerkzeug und Unterrichtsmedium verspricht einen pädagogischen Mehrwert bezüglich der verschiedenen Kompetenzbereiche: Der didaktisch-methodisch sinnvolle Einsatz von Tablet-Computern kann darüber hinaus auch zur Stärkung sozialer, kognitiver und kommunikativer Kompetenz beitragen.
Perspektivisch betrachtet, kann der Einsatz neuer Technologien positive Auswirkungen auf die Schulentwicklung haben. Das „Lernen zu Lernen“ wird für zukünftige Generationen eine Schlüsselqualifikation darstellen. Technologisch versierte SchülerInnen werden den Erfordernissen des lebenslangen Lernens und den Veränderungen der Arbeitswelt besser gewachsen sein. Differenzierung und Individualisierung der Lernorganisation mit Computer-Unterstützung können in Kombination mit einer kritisch-reflexiven Mediennutzung in Schule und Unterricht einen sinnvollen Beitrag zum selbstständigen und eigenverantwortlichen Lernen leisten.

 

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